Knie- und Schenkelgüsse

Auch diese beiden Gussarten sind für den häuslichen Gebrauch ideal. Sie verlangen nicht viel Vorbereitung und können rasch ausgeführt werden und benötigen wenig Zeitaufwand..

Sollten Ihnen die kalten Güsse zu stark sein oder Sie etwas empfindlich sind, beginnen Sie erst mit einem Wechselguss. Auch genügt zu Beginn ein kalter Fußsohlenguss. Im Laufe der Zeit steigern Sie die Reize und führen dann z. B. den kalten oder wechselwarmen Knieguss und später den kalten oder wechselwarmen Schenkelguss durch.

Wirkung:

  • dient der Abhärtung,
  • hilft bei gefäßbedingten Kopfschmerzen,
  • hilft bei arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit ohne Ruheschmerz, Raucherbein),
  • nimmt das Hitze- und Schweregefühl in den Beinen,
  • hilft bei Krampfadern (Varizen) und
  • beeinträchtigten positiv den venösen Abfluss.

Der kalte Knieguss sowie der kalte Schenkelguss sind ausgezeichnete Anwendungen bei Ein- und Durchschlafproblemen.

Vorsicht bei folgenden Einschränkungen:

  • akutem Hexenschuss,
  • Harnwegsinfekten,
  • Durchblutungsstörungen mit Ruheschmerz,
  • niedrigem Blutdruck
  • während der Periode.

So sollte die Anwendung durchgeführt werden:

Beginnen Sie am äußeren rechten Fuß, außen hoch bis ca. eine Handbreit über der Kniekehle, kurz verweilen und dann an der Innenseite abwärts.

Nun am linken Fuß beginnen: Am kleinen linken Zeh beginnen und an der Außenseite hoch bis eine Hand bereit über die Kniekehle, kurz verweilen und dann an der Innenseite abwärts.

Rechts auf der Beinvorderseite hoch bis eine Hand breit über das Knie, kurz verweilen und innen abwärts.

Linkes Knie ebenso begießen.

Zum Abschluss zunächst die rechte, dann die linke Fußsohle begießen. Fertig.

Streifen Sie das Wasser an beiden Beinen ab – nicht abtrocknen. Durch Bewegung z. B. barfuß über die Wiese gehen oder ruhen Sie etwas z. B. auf einer meist dabei stehenden Bank.

am rechten Fuß beginnen

rechts hoch bis zur Kniekehle, dort verweilen und innen wieder nach unten

Handbreit über dem Knie kurz verweilen

links ebenso eine Handbreit oberhalb vom Knie verweilen

links Handbreit über der Kniekehle kurz verweilen

Wirkung:

Der wechselwarme Knieguss hat die gleichen Indikationen wie der kalte Knieguss.

Vorsicht bei folgenden Einschränkungen:

auch hier gelten nahezu die gleichen Kontraindikationen wie beim Bruder kalter Knieguss.

So sollte die Anwendung durchgeführt werden:

  1. Warmanteil (36 bis 38°)
    Beginnen Sie wie beim kalten Knieguss an der rechten äußeren Fußseite und an der Außenseite nach oben bis zum Knie (handbreit oberhalb des Knies). Hier verweilen Sie und umgießen das gesamte Knie mit dem warmen Wasser bis eine “gute Durchwärmung” eintritt. Nun gehen Sie an der Innenseite des rechten Unterschenkels wieder nach unten und führen die gleiche Wasserführung am linken Bein durch.
  2. Kaltanteil (so kalt, wie es aus der Leitung kommt)
    Analog der Warmwasserführung beginnen Sie am rechten Fuß und gehen hoch bis handbreit über das Knie und verweilen ca. 5 bis 10 Sekunden. Danach gehen Sie an der Innenseite des rechten Beines wieder nach unten. Nun führen Sie die Kaltanwendung auch am linken Bein durch.
  3. Zweiter Warmanteil
    Genau wie beim ersten Mal führen Sie die Warmwasseranwendung erneut durch.
  4. Zweiter Kaltanteil
    Genau wie beim ersten Mal führen Sie die Kaltanwendung erneut durch.
  5. Zum Abschluss begießen Sie die rechte und linke Fußsohle und streifen das Wasser von den Beinen ab und sorgen für Wiedererwärmung.

Beginnen Sie eine Wechselanwendung immer mit dem Warmwasseranteil und beenden diese mit dem Kaltwasseranteil.

Wirkung:

  • Krampfaderleiden
  • art. Durchblutungsstörung
  • Einschlafstörungen
  • Hüft- und Kniegelenksarthrosen
  • Stärkung der Abwehrkräfte

Vorsicht bei folgenden Einschränkungen:

  • akuten Hexenschuss
  • akuten Nieren- und Blasenbeschwerden
  • niedrigem Blutdruck
  • während der Periode
  • frieren / frösteln

So sollte die Anwendung durchgeführt werden:

Am rechten kleinen Zeh beginnen und am Bein hinten außen aufwärts. Am Beckenkamm 2 bis 3 Sekunden verweilen, an der Innenseite des Beines abwärts.

Am linken Bein ebenso durchführen.

Im Zweiten Teil am rechten Bein vorne aufwärts und an der Leiste 2-3 Sekunden verweilen. Danach innen abwärts.

Am linken Bein ebenso durchführen.

Zum Abschluss die rechte und linke Fußsohle begießen. Jetzt noch das Wasser von den Beinen abstreifen und für Wiedererwärmung sorgen.

Wirkung:

Der wechselwarme Schenkelguss hat die gleichen Indikationen wie der kalte Knieguss.

Vorsicht bei folgenden Einschränkungen:

auch hier gelten nahezu die gleichen Kontraindikationen wie beim kalten Schenkelguss.

So sollte die Anwendung durchgeführt werden.

  1. Warmanteil (36 bis 38°)
    Beginnen Sie wie beim kalten Schenkelguss an der rechten äußeren Fußseite und an der Außenseite nach oben bis zum Beckenkamm. Hier verweilen Sie und umgießen den Beckenkamm mit dem warmen Wasser bis eine “gute Durchwärmung” eintritt. Nun gehen Sie an der Innenseite des rechten Beines bis zur Leiste und verweilen auch hier bis zur Durchwärmung. Jetzt gleiten Sie wieder nach unten und führen die gleiche Wasserführung am linken Bein durch.
  2. Kaltanteil (so kalt, wie es aus der Leitung kommt)
    Analog der Warmwasserführung beginnen Sie am rechten Fuß und gehen hoch bis zum Beckenkamm und verweilen ca. 5 bis 10 Sekunden. Danach gehen Sie an der Innenseite des rechten Beines wieder nach unten. Nun führen Sie die Kaltanwendung auch am linken Bein durch.
  3. Zweiter Warmanteil
    Genau wie beim ersten Mal führen Sie die Warmwasseranwendung erneut durch. Sie bleiben
  4. Zweiter Kaltanteil
    Genau wie beim ersten Mal führen Sie die Kaltanwendung erneut durch.
  5. Zum Abschluss begießen Sie die rechte und linke Fußsohle und streifen das Wasser von den Beinen ab und sorgen für Wiedererwärmung.

Beginnen Sie eine Wechselanwendung immer mit dem Warmwasseranteil und beenden diese mit dem Kaltwasseranteil.